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Der gebürtige Kanadier Bill Mockridge ist bekannt als Schauspieler (Lindenstraße), aber ebenso als Begründer des deutschsprachigen Impro Theaters Die Springmaus“ in Bonn. Wie der Vater ist auch der Sohn Luke schlagfertig, wortgewandt und witzig. Er wird beim Kölner Comedyfestival Guinessbuch reif 11 000 Zuschauer zur 1life Comedynacht begeistern.

? Bill, du hast sechs Söhne, die als Regisseur, Musiker, Sänger, Schauspieler, Model und Comedian arbeiten. Inwieweit habt ihr eure Söhne bestärkt, in eure Fußstapfen zu steigen?

Bill: Gar nicht, wir haben denen gesagt: Finde etwas heraus, was du wirklich gerne machst und zwar mit Kopf und Herz. Wenn ihr etwas macht, was ihr liebt, kommt euch das nicht wie Arbeit vor. Dass es etwas im Showgeschäft sein sollte, haben wir nie gesagt. Dadurch dass meine Frau und ich durch unsere Arbeit täglich über Theater, Gags und Auftritte gesprochen haben, bekamen unsere Söhne das immer mit. So konnte es nur dazu kommen, dass sie entweder nichts mehr davon hören und sehen oder aber es auch selbst machen wollten. Interessant ist aber, dass sich jeder eine ganz andere Nische gesucht hat, wodurch keine direkte Konkurrenz entsteht.

? Wie der Vater, so der Sohn: Papa Bill holt sich 1982 wortgewandte Künstler ins Bonner Improvisationstheater Springmaus“ und Sohnemann Luke übernimmt im September 2013 Knacki Deusers Nightwash“. Ihr seid so etwas wie eine Talentschmiede; kann man Rampensau“ denn erlernen?

Bill: Man kann es sofort erkennen. Als ich Ralf Schmitz zum ersten Mal sah, wusste ich sofort, dass er eine Rampensau ist. Dasselbe galt für Dirk Bach und für meine Frau; das erkennt man einfach. Man kann zwar jemanden ermutigen, mehr aus sich herauszukommen, aber letztendlich will man es oder eben nicht.

? Wann hast du gemerkt, dass du eine Rampensau bist?

Bill: Ich wollte mit 7 schon Schauspieler werden, da war ich schon eine. Mit den Jahren hat sich das geändert, ich musste nicht mehr ganz vorne stehen. Aber wenn es einen Lacher gibt, gehe ich nach vorne, hole alles aus mir heraus, um den Lacher dann auch zu bekommen.

? Luke, du bist dank deines berühmten Patenonkels Dirk Bach im Alter von drei Tagen zum ersten Mal auf der Bühne gestanden.

Luke: Bei mir kam es, weil ich ein Sandwichkind war. Das heißt, ich bin der dritte von sechs Jungen, und über den gucken Eltern gerne mal drüber hinweg. Die achten mehr auf die älteren und jüngeren; die in der Mitte werden schon mal übersehen. Dadurch, dass ich dann immer performt habe, konnte ich die Aufmerksamkeit auf mich ziehen. Ich war immer der lucky Luke, ich kann und will auch nichts anderes. Ich habe das gefunden, was ich liebe; muss also nicht arbeiten.

Bill: Wenn die anderen Jungs ihre täglichen Arbeiten machten Tisch decken, abräumen, spülen saß Luke am Klavier; seine Aufgabe war es, uns zu unterhalten.

? Ihr hattet beide Gastauftritte bei Bastian Pastewka. Was macht mehr Bock: live oder Konserve?

Bill: Ich bin eindeutig lieber auf der Bühne, weil ich die direkte Reaktion des Publikums liebe.

Luke: Bühne ist großartig, auch ich liebe es, sofort Feedback zu bekommen. Ich finde es aber auch spannend, Filmgeschichten zu erzählen; mit der Kamera, mit Schwenks, Licht und Schatten zu spielen und dann noch eine Komik raus zu holen. Ich finde beides toll, die Mischung macht’s.

? Bill, du hast dich mit deinem Buch Je oller, je doller So vergreisen sie richtig!“ auf lustige Weise mit dem Altwerden auseinandersetzt. Wärst du gerne noch einmal so jung wie Luke?

Bill: Nein, in dem Alter habe ich zu wenig vom Leben verstanden. Ich war damals besessen vom Theater. Ich hatte wechselnde Beziehungen, die alle wenig bedeutet haben, ich war ein egozentrischer Schauspieler. Als dann Margie kam, meine große Liebe und danach unsere Kinder, hat mich das mehr zu mir gebracht. Erst da habe ich angefangen, die Welt zu sehen. So bin ich mit den Jahren weiser geworden und das will ich behalten. Okay, wenn ich meine Weisheit hätte und dabei den Körper eines 25jährigen .

? Luke, dein Buch Mathe ist ein Arschloch; wie (m)ich die Schule fertig machte.“ erschien im März. Macht es dich fertig, irgendwann mal 60 zu werden?

Luke: Nein. Wenn ich sehe, wie meine Eltern ihr Leben gestalten, wie sie drauf sind, lustig und cool und sich ihr Leben schön machen, sind sie ein tolles Vorbild für mich. Wenn ich das mit Familie, Job und Alter halb so cool hinkriege wie sie, wäre ich schon sehr glücklich.

? Wann werden Personen, die Gags am laufendem Band produzieren, mal nachdenklich und traurig?

Luke: Wenn die Gags nicht funktionieren. Wenn man merkt, wir haben lange daran rumgefeilt und auf der Bühne kommen die nicht an. Dann gehe ich mit meinen Eltern analytisch und ernst daran, die Pointe noch in den Griff zu bekommen.

Bill: Mich macht traurig, wenn ich Comedy ohne Herz, Message und Inhalt sehe. Es soll ja kein tiefer Sinn dabei sein, aber ich will wissen, warum der auf der Bühne mir das erzählt. Wenn einer nur albern ist und ich etwas nicht verstehe, macht mir das körperliche Probleme. Ich bekomme Schmerzen, werde depressiv und unglücklich. Da möchte ich als Regisseur mal eine Stunde mit der Person auf der Bühne arbeiten.

Luke: Mein Vater ist halt ein Vollblutentertainer.

? Und über was könnt ihr selbst so richtig lachen?

Bill: ber Steve Carrol, Jim Carrey. Bastian Pastevka ist ein großartiger Kollege, Komiker und Entertainer. Und ich habe gerade das Hörbuch Er ist wieder da“ angehört, gelesen von Christoph Maria Herbst, das ist einfach großartig.

Luke: Ich lache über Kollegen, die etwas Unkonventionelles machen. Je schwärzer der Humor, desto mehr amüsiere ich mich. Ich würde mich das selbst nicht trauen. Oliver Pollak ist da ein gutes Beispiel.

? Wann kracht es zwischen Vater und Sohn. Wann fragt Luke flapsig Was ist, Alter?

Bill: Ständig : ), aber echt konkreten rger haben wir nie gehabt.

Luke: Nein, dazu sind wir viel zu entspannt. Mit der Mama gerät man oft und gerne aneinander; sie ist Halb Italienerin und sehr impulsiv und geht gerne mal durch die Decke.
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