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bei dem Threadtitel musste ich mir einen abbrechen, ich hoffe das das soweit verständlich ist. Was ist gemeint ? Oft sprechen wir in den einzelnen Threads über „faire“ Bewertungen oder der Fragestellung ob eine Aktie zum Zeitpunkt X zu „hoch“ oder im besten Falle zu „niedrig“ bewertet ist.

Ich würde mich freuen, wenn jemand die Muße findet mit mir gemeinsam zu erarbeiten wie eine solche Bewertung in groben auszusehen hat und welche Zahlen dafür relevant sind.

Also zum Wert, es geht um Tyson (TSN), die produzieren zum einen viel für Mc Donalds, Burger King hauptsächlich Hühnchen und haben laut letzten Veröffentlichungen die Notwendigkeit erkannt dem amerikanischen Bürger eine Möglichkeit zu bieten sich „gesünder“ zu ernähren, in diesem Fall eiweissreicher, was aus oecotrophologischer Sicht durchaus sinnvoll erscheint.

So sollen bspw. im zweiten Hauptsegment, den Fertiggerichten der Versuch unternommen werden vegetarische Fertiggerichte zu etablieren.

Weiterhin habe ich gelesen, das man versucht sich in den kommenden Jahren zu einem Dividendenaristokraten zu entwickeln, man hat viele Jahre (zwischen 2000 und 2012) gleichbleibende Dividenden bezahlt und diese jetzt in den letzten Jahren kontinuierlich massiv gesteigert, das ganze bei einem Payout Ratio von entspannten 18 %. Das erklärte Ziel ist zu einem Global Player zu werden und deren Fokus ist in der Zukunft a) auf zunehmend gesünderer Ernährung und b) weiterhin Produktinnovationen zu etablieren, was Ihnen in den letzten Jahren wohl sehr gut gelungen ist.

So viel zum Wert an sich bzw. warum ich diesen ggf. mit auf meine Watchlist setzen möchte. Ich sehe ein niedriges Payoutratio, ich sehe das die Schulden relativ stark angestiegen sind, unter anderem durch die Aquisition von Hillshire.

Das ist es dann aber auch, ich sehe ein gesundes Unternehmenswachstum, ich habe aber schon oft hier in Euren Bewertungen gelesen worauf man achten sollte, bzw. was an „versteckten“ Leichen in den Bilanzen stecken kann und wovon man dann besser die Finger lassen sollte.

Die Daten habe ich mir direkt von Edgar geholt:Wie gesagt, vielleicht hat ja einer die Muße mir und das ist bestimmt auch für andere Neulinge interessant zumindest in groben Zügen exemplarisch an diesem Unternehmen die Probleme aufzuzeigen ? :tup:

Cashflow: Der FCF ist 2017 negativ, es gab allerdings einen grösseren Zukauf. Ohne diesen wäre der FCF auch deutlich tiefer als im Vorjahr, aber immer noch positiv. Der FCF reicht um den Zukuaf bereinigt für die Dividende und lässt Spielraum zu.

Bilanz: Das Inventar ist um über 500 Millionen gestiegen und liegt bei 3.239 Milliarden. Goodwill von über 9 Milliarden und intangibles von über 6 Milliarden scheinen mir auch etwas hoch. Was haben die da genau? Die Bestandteile dieser Bilanzpositionen würde ich genauer untersuchen, insbesondere da sie mehr als die Hälfte der Aktiven ausmachen (ungefähr 18 von 28 Milliarden). Die „shareholder equity“ ist kleiner als diese Positionen, bei einer Liquidierung der Firma werden solche Positionen oft wertlos. Das würde bedeuten man bekommt als Aktionär nichts.

Die Bilanz ist dann auch der Teil den ich mir sehr genau anschauen würde. Die Prosa im Geschäftsbericht sollte darüber Auskunft geben um was es sich genau handelt. Steigendes Inventar ist auch oft ein Alarmsignal für das Ende eines Zyklus.

Die Firma scheint fair bis günstig bewertet zu sein und hat in den letzten 5 Jahren eine beachtliche Performance hingelegt, Chart:

Ich greife mir am Anfang immer die Werte bei den einschlägigen Portalen „Tyson Food IngDiba“ etc. ab und wenn ich der Meinung bin ein Wert ist interressant dann schau ich nochmal genauer nach, ob nicht irgendwo eine Zahlendreher vorhanden ist.

Die Prognose (Wir handeln die Zukunft) von Facset sagt 6,65$ Gewinn >0,088$/eingesetzten Dollar oder ein KGV von 11,3. Die Gewinnsteigerungen der letzten Jahre liegen bei knapp 27%+ nen Schnaps, dann passt das ungefähr. Die Dividende wird mit 1,21$ >0,016$/eingesetzten Dollar erwartet. 18% Payout Ratio ist schonmal Positiv, die Dividendehistorie ist vielversprechend und die Steigerungen der letzten Jahre üppig.

Kurs/Umsatzverhältnis = 0,57 ist auch erstmal günstig.

Auch den Hohen Eigenkapitalanteil von >30% finde ich gut. Da gibt es also noch genug Spielraum um mit Fremdkapital zu arbeiten. Allerdings, sind mir persönlich, Werte mit zu starken hebeln suspekt (Colgate oder KimberlyClark). Aber das muss jeder für sich entscheiden.

Eigenkapitalrendite 19,62% Charttechnisch ist das Teil die letzten Jahre natürlich auch schon ziemlich gut gelaufen 1500% seit November 2008. Eigentlich zu schön um war zu sein 😉

ergibt eine „Unterdeckung“ von 1565, diese stellst du dann den Dividenden gegenüber mit 319, was dann eine Unterdeckung für 2017 von 1884 ergibt ?

Diese lag ja 2017 am Zukauf von Hillshire Farm.

Für 2016 wäre das dann exemplarisch wie folgt gewesen:

Cash Provided by Operating Activities mit 2716

davon dann die Investitionen abziehe:

Cash Used for Investing Activities mit 684

Wäre dann ein operativer Cashflow von 2032 gewesen, Dividenden waren in 2016 nur 216, das hätte dann 1816 als positives Ergebnis zur Folge und demzufolge der Faktor 8,4.

Mir geht grade die Zeit aus, aber wenn ich jetzt die Marktkapitalisierung (Anzahl shares x aktueller Preis) nehme und durch den oben ermittelten Cashflow teile, erhalte ich doch den Price to Cashflow ? Ist das dann der „faire Wert“ oder nur einen Indikator ??

Wenn diese Art der Rechnung reicht, sie ist ja recht einfach gehalten, wäre es ja relativ einfach diese Werte auch branchenintern zu einem Vergleich zu führen und untereinander zu bewerten.

Demnach ist eine Checkliste wie sie mir vorschwebt für einzelne Sektoren ja vielleicht tatsächlich mal der Mühe wert ? Die Daten der SEC sind da ja recht gut zugänglich und leicht auch in Excel abrufbar.
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